Initiatorin
Andréa Menescal Heath
Andréa Menescal Heath stammt aus Brasília (Brasilien). Sie studierte Internationale Beziehungen an der Universität Brasília und absolvierte anschließend ein Aufbaustudium in Soziologie und Internationaler Zusammenarbeit an der Universität Bielefeld (1990–1996).
Im Jahr 2002 zog sie nach Europa. An der Universität Bielefeld forschte sie im Bereich der internationalen Patentpolitik und veröffentlichte mehrere wissenschaftliche Arbeiten zu diesem Thema. Anschließend lebte sie drei Jahre in Italien.
Mit ihrem Umzug nach München im Jahr 2006 begann ein neuer beruflicher Weg: Sie widmete sich der brasilianischen und internationalen Kinder- und Jugendliteratur sowie der Weitergabe des Portugiesischen als Herkunftssprache (POLH/PLH) und der mehrsprachigen Erziehung von Kindern und Jugendlichen. Seitdem spezialisiert sie sich kontinuierlich in diesen Bereichen und absolviert derzeit die Weiterbildung „Pädagogik des Lesens und der Literatur“ beim Bundesverband Leseförderung e. V.
2012 gründete sie in München die Initiative Mala de Herança. Von dort aus entwickelte sie zahlreiche weitere Projekte und inspirierte Initiativen zum Portugiesischen als Herkunftssprache, die auf Lesen und Literatur basieren und heute in verschiedenen Ländern umgesetzt werden.
Als Pädagogin, Referentin und Beraterin organisiert und begleitet sie Veranstaltungen rund um die portugiesischsprachige Kinder- und Jugendliteratur – sowohl einsprachige als auch bilinguale Formate – in München sowie in zahlreichen weiteren europäischen Ländern.
2013 war sie Mitgründerin des Elo Europeu de Educadores de Português como Língua de Herança, eines europäischen Netzwerks von Lehrkräften für Portugiesisch als Herkunftssprache. Fast acht Jahre lang gehörte sie zum Koordinationsteam und organisierte zahlreiche Tagungen, Workshops und Fortbildungen zu mehrsprachiger Erziehung und zur Weitergabe des Portugiesischen als Herkunftssprache.
Seit 2014 arbeitet sie mit dem Internationalen Forschungszentrum für Mehrsprachigkeit (IFM) der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) zusammen. Dort führt sie Seminare, Vorträge, Workshops und Beratungen zu bilingualer und mehrsprachiger Erziehung durch.
Im Januar 2020 gründete sie gemeinsam mit dem Illustrator Jô Oliveira und der Literaturberaterin Cristiane Salles das Projekt Blutenburg em Foco, das die brasilianische Kinder- und Jugendliteratur international sichtbar macht und ihre Verbreitung fördert.
